Eine Kundin sagt unverblümt ihre Meinung

Neues aus der Servicewüste

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Heute würde ich gern mal Eure Meinung zu den Sanifair-Toiletten hören, die in vielen Autobahnraststätten inzwischen zu finden sind. Ich habe schon viele Leute schimpfen hören, dass es sich bei Sanifair um Abzocke handelt und ich selbst stehe dem dahinter stehenden Konzept auch skeptisch gegenüber.

Grundsätzlich halte ich es für gerechtfertigt, dass man für gepflegte und gut ausgestattete Toilettenräume einen Obulos entrichten sollte, die Arbeit macht sich schließlich nicht von allein und auch die Instandhaltung der sanitären Einrichtungen will bezahlt werden. Bei Sanifair muss man sich jedoch fragen, ob die Kosten nicht etwas zu hoch angesetzt sind. Für einen Toilettengang zahlt man 70 Cent – ein nicht unerheblicher Betrag, wenn man mit vergleichbaren gepflegten Toilettenräumen in Kaufhäusern etc. vergleicht.

Nun werden manche einwenden, dass es sich kaum um Abzocke handeln könne, Sanifair ja schließlich einen Bon im Wert von 50 Cent ausgebe, den man im angeschlossenen Shop einlösen kann und man somit ja eigentlich nur 20 Cent für die Toilettenntzung zahle. Jaaaaa! Was aber, wenn ich gar nichts aus dem überteuerten Raststättensortiment an Drinks und Snacks kaufen möchte? Die einzige Alterbative besteht darin, die 50 Cent verfallen zu lassen. Der Trottel-Kunde hat die Qual der Wahl und egal, wie er sich entscheide: Es bleibt das schale Gefühl zurück, abgezockt worden zu sein!

Sanifair-Bons einlösen: Gar nicht so einfach?

Viele Sanifair-Kunden denken sich dann Folgendes: Naja, dann sammele ich eben diese kleinen Wert-Bons und löse sie dann mal ein, wenn ich tatsächlich bei einer längeren Autofahrt mal kein Getränk dabeihaben sollte oder sich plötzlich Müdigkeit einstellt und außerplanmäßig ein Kaffee oder Energydrink hermuss. Doch hier wartet schon das nächste Problem: Wie lange sind die Wertgutscheine von Sanifair gültig? Kein Mensch weiß das und die Webseite des Unternehmens (Stand: Dezember 2012) gibt sich dazu geradezu unverschämt lakonisch:

„Wie lange der SANIFAIR Wert-Bon gültig ist, steht in den allgemeinen Geschäftsbedingungen. Diese hängen im jeweiligen SANIFAIR aus.“

Was soll das bedeuten? Das für jede Tank- und Raststelle andere Bedingungen gelten, sodass man es nicht wagen kann, auf der zentralen Webseite eine verbindliche Angabe dazu zu machen? Mir sagte ein Tankwart mal etwas von einer Gültigkeitsdauer von einem Jahr – ich habe keine Ahnung, ob das (noch) stimmt.

Darüber hinaus habe ich unängst eine weitere Methode entdeckt, mit der es Sanifair-Kunden erschwert wird, ihre Bons nach eigenem Ermessen komfortabel einzulösen. In dieser Raststätte – leider weiß ich nicht mehr, welche es war – gab es keinen Kaffee an der Theke zu kaufen, sondern lediglich einen Automaten, der nur einen Gutschein von Sanifair pro Kaufvorgang akzeptierte. Ganz schön gerissen!

Noch eine Bemerkung zum Schluss: So sauber wie ich mir die Toiletten zu diesem Preis vorstelle, sind sie dann bei Weitem doch nicht. Mit Abnutzungserscheinungen auf der Klobrille und einer kleinen haarigen Verunreinigung hatte ich es bei meinem letzten Besuch zu tun.

Ist Sanifair tatsächlich sein Geld wert oder handelt es sich um Abzocke?

Allen die hier regelmäßig mitlesen oder auch nur zufällig reinstolpern und gleich wieder verschwinden wünsche ich ein schönes neues Jahr 2013! Ich wünsche uns allen neben dem üblichen Blabla etwas mehr von dem Gefühl, als Kunde zuvorkommend behandelt und nicht für dumm verkauft zu werden. Ogleich ich natürlich unglaublich neugierig bin, welche unangenehmen Überraschungen das Jahr 2013 auf diesem Gebiet noch für mich bereithält. Ich bin mir ziemlich sicher, dass schon das nächste Fettnäpfchen wartet. 😉

Heute als Silvesterbonbon einfach mal ein witziges Bild, geknipst im REAL-Supermarkt um die Ecke. Nach meinem Verständnis impliziert dieser Hinweis, dass dort ein Waschbecken für Kunden nahe der Pfandautomaten aufgestellt wurde, ohne von vornherein auch nur den geringsten Nutzen zu haben. Ein Waschbecken „ohne Funktion“ ist ja dem Wortsinn nach eines, das gar keine Funktion hat und so seiner Aufgabe als Waschbecken überhaupt nie gerecht werden kann, selbst wenn funktional alles in Ordnung wäre.

Wie unbedachte Wortwahl den Sinn der Aussage verdrehen kann.

Korrekterweise müsste auf dem Schild doch stehen „Waschbecken defekt bzw. außer Betrieb“, sodass klar wird, dass es sich nur um eine zeitweise Funktionsstörung handelt und nicht um eine grundsätzliche Funktionslosigkeit. Ich weiß, ich bin sehr pedantisch, wenn es um den richtigen Gebrauch der deutschen Sprache geht – ich hoffe, einige von Euch können sich trotzdem mit mir über dieses Fundstück freuen. :p

 

Letztens beim Aufräumen bin ich über meine restliche Alufolien-Sammlung von Buko-Frischkäsebechern gestoßen. Da fiel mir auf, dass Arla Foods mir im Grunde noch eine Tasse schuldig ist… 😉

Der Hintergrund: Im Sommer 2011 rief das Unternehmen zum wiederholten Male eine große Promoaktion aus, bei der Kunden ein schöner Designbecher in Aussicht gestellt wurde. Dafür sollten 20 Frischkäse-Folien gesammelt und bis Ende Dezember eingesendet werden. Ich fand die Tasse hübsch und esse ohnehin fast ausschließlich Buko, wenn es um Frischkäse geht, also entschloss ich mich, mitzumachen! Gleichzeitig feuerte ich auch meine Schwester und meine Mama an, die daraufhin ebenfalls mit dem Sammeln anfingen. Die Deckel kamen bei uns schnell zusammen, weswegen ich heute auch noch welche übrig habe.

Die Buko-Becher-Aktion: In meinem Fall ein ziemlicher Schwindel!

Was soll ich sagen – ihr ahnt es sicher schon. Ich sendete meine 30 Deckel in einem dicken, ausreichend frankierten und korrekt adressierten Brief fristgerecht ein, aber eine Tasse erreichte mich nie. Anders bei den anderen Teilnehmern aus meiner Familie.

Der Fall Nutella: Vom versprochenen Messer, das mich nie erreichte

Das wäre alles nicht so tragisch (vielleicht war die Buko-Tasse eben schon vergriffen?), wenn mir etwas Ähnliches nicht schon einmal passiert wäre. Und zwar mit dem Schokoaufstrich Nutella. Das ist schon unglaublich lange her, es ging damals darum, ein übergroßes Nutella-Glas zu kaufen und den Kassenbon einzuschicken, um ein Original-Nutella-Messer zu bekommen. Auch an dieser Aktion nahm ich teil, bekam aber nie die in Aussicht gestellte Prämie. Dafür Wochen später ein Entschuldigungsschreiben,  das mir mitteilte, dass das Messer schon vergriffen sei, man sich aber um einen Ersatz kümmern wolle. Danach großes Schweigen im Walde bis sich langsam der Mantel der Vergessenheit über die Sache legte.

Mein Fazit: An „kaufen-Sie-unser-Produkt-beweisen-Sie-den-Kauf-und-sahnen-Sie-ein-tolles-Geschenk-ab“-Aktionen nehme ich nie wieder teil; das ist rausgeschmissenes Porto-Geld und verschwendete Zeit. Eine kleine Mitteilung von Arla Foods im Falle der Buko-Tasse hätte mir trotzdem ganz gut gefallen.

Habt ihr auch schon einmal an solchen Aktionen teilgenommen und seid leer ausgegangen?

Es ist mir schon mehrere Male aufgefallen, dass immer mehr Ticket-Shops dazu übergehen, die Eintrittskarten nach dem Kauf nur als PDF-Dokument zur Verfügung zu stellen. Dieses soll sich der Kunde dann selbst ausdrucken und mit zur Veranstaltung bringen. Im Grunde spricht nichts gegen diese Vorgehensweise, außer vielleicht, dass diese Tickets nicht so schön aussehen und sie sich ohne kreatives Zutun nicht mehr ohne Weiteres als hübsches Geschenk eignen.

Servicepauschale für …!?

Was mich jedoch enorm stört ist, dass manche Online-Shops ganz selbstverständlich zum Ticketpreis eine Servicepauschale – oder wie in meinem letzten Fall eine „Systemgebühr“ verlangen für… ja, wofür eigentlich? Es wird kein Briefumschlag fällig und auch kein Porto – es ist vermutlich nicht einmal ein Mitarbeiter am anderen Ende des Bestellvorgangs involviert, weil diese Vorgänge sicher in der Regel automatisiert ablaufen. Wofür genau also zahle ich 1,20 Euro extra, wenn ich mir bei der Beckerbillett GmbH PDF-Tickets für die Internationale Gartenschau in Hamburg 2012 bestelle?

Manchmal ist es mit mir und der lieben Einkaufswelt doch wie verhext: Verzweifelt auf der Suche nach einem superschnellen, aber sättigenden Abendessen für meinen Liebsten, streifte ich neulich an den Tiefkühlwaren entlang – als mir die perfekte Lösung ins Auge stach: Blätterteigtaschen! Gefüllt mit Schinken und Käse! Zwei Stück! Perfekt!

Es war schon spät, also rein in den Einkaufswegen und ab nach Hause. Als ich daheim dann die Packung öffnete, gab es eine böse Überraschung. Statt der zwei angekündigten, befand sich nur eine Blätterteigtasche darin… Na toll, so etwas natürlich ausgerechnet dann, wenn man nix Anderes da hat und es ob der späten Stunde ohnehin schnell gehen musste.

Der Blätterteig-Beschiss: Mogelpackung mit 50% weniger Inhalt.

Natürlich habe ich dann wenigstens die eine Tasche serviert. Ich weiß nicht mehr, was es dann noch dazu gab. Kartoffelchips vielleicht… 😀 Wie auch immer: Ist ja klar, dass ich dann nicht am nächsten Tag zu Kaufland gehen konnte um eine leere Packung zu reklamieren, in der „angeblich“ zu wenig Inhalt gewesen sei. Warum passiert mir so etwas immer!?

Heute bin ich mal wieder unterwegs in meiner Lieblingsmission: Verbraucher davon zu überzeugen, dass das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) bei weitem nicht so ernst zu nehmen ist, wie manche furchtsamen Zeitgenossen glauben. Einigen kämpferischen und auch amüsanten TV-Beiträgen – etwa die Stern-Sendung mit Herrn Jauch, in der sogar Milchpulver von 1946 zubereitet wurde – zum Trotz, halten sich auch in meinem Bekanntenkreis Vorurteile über „abgelaufene Lebensmittel“ hartnäckig.

Angesichts des Müllberges, der hierzulande allein durch verfrüht weggeworfene Lebensmittel entsteht, kommt mir die Galle hoch, wenn ich Menschen dabei beobachte, wie sie nicht einmal mehr dem Joghurt eine Chance geben, der just an diesem Tag ablaufen soll, also offiziell noch gar nicht schlecht – im Sinne des aufgedruckten Datums – ist. Mein Appell daher: Macht Euch mal nicht ins Hemd, sondern lernt und überzeugt Euch dann selbst:

Das Mindesthaltbarkeitsdatum (Betonung liegt hier auf MINDEST, heißt also: Mindestens haltbar bis, nicht maximal haltbar bis) ist alles andere als ein Verfallsdatum und bei sachgerechter Lagerung in der ungeöffneten Originalverpackung in der Regel auch nach dem angegebenen Datum noch genießbar.

Ich habe ständig bereits abgelaufene Lebensmittel im Kühlschrank und kaufe Produkte, die bald ablaufen sollen, sogar bewusst ein, weil viele Supermärkte die günstiger abgeben. Vor allem bei Joghurts habe ich die Beobachtung gemacht, dass diese in 98% aller Fälle noch Wochen später ganz normal schmecken. Es kann sein, dass es zu minimalen Veränderungen der Konsistenz kommt, weil sich mit der Zeit Wasser an der Oberfläche absetzt. Das ist aber nicht schlimm und man kann das Ganze ganz unkompliziert wieder cremig rühren. Wenn ich mir tatsächlich mal unsicher bin, werfe ich wenigstens mal einen Blick in den Becher und nehme eine Geruchs- bzw. kleine Geschmacksprobe, wenn es sonst keine Auffälligkeiten gibt. Und seht her – mir geht es hervorragend.

Selbstgemachter „Gammel-Lassi“: Prädikat LECKER!

Aus „Gammelprodukten“ kann man sogar hervorragende Rezepte kochen! Ich habe mich für einen indischen Mango-Lassi entschieden – aus abgelaufener Buttermilch, abgelaufenem Joghurt (beide drei Wochen über der Zeit) und vermutlich ebenfalls abgelaufenen Dosenmangos (es war kein Datum darauf zu finden, die Dose hab ich aber sicher schon seit mindestens 6 Jahren rumstehen).

Hier die verwendeten Produkte – Bild aufgenommen am 10.Oktober 2012

Joghurt mit überschrittenem Mindesthaltbarkeitsdatum: Nach 3 Wochen noch genießbar!

Direkt nach dem Öffnen zeigen sich wässerige Ablagerungen (besonders links bei der Buttermilch), die jedoch nichts mit Qualitätseinbußen am Produkt zu tun haben. Einmal fix durchrühren und schon ist das Problem gelöst – siehe übernächstes Bild.

Drei Wochen nach Überschreitung des MHDs ist dieser Joghurt noch genießbar.

Einwandfreie Buttermilch und tadelloser Joghurt – und das drei (!!!) Wochen nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums.

Drei Wochen nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums schmeckt dieser Joghurt noch vorzüglich.

Das Resultat: Erfrischender Lassi-Drink aus Joghurt, Buttermilch und pürierten Mangos – verfeinert mit Rosenwasser, Kardamom, Nelkenpulver, Zucker und Zimt. Genau das Richtige zu einem scharfen Curry-Gericht.

Leckerer Mango-Lassi aus abgelaufenen Produkten.

Beim Einkaufen trifft der aufmerksame Kunde oft auf Überraschungen, von denen manche unangenehm, andere wiederum nur lustig sind. Natürlich hängt dieses Empfinden sehr vom Charakter des Einkäufers ab, von seinen Wertvorstellungen, seiner Toleranzgrenze und auch seiner Tagesform. Häufig hört man von Lebensmittelverpackungen, die irreführend gestaltet sind und je nachdem, um was es sich handelt, kann das für einige Konsumenten sehr ärgerlich sein. Ich erinnere an ein Produkt namens „Gemüsefrikadellen“ aus dem ehemaligen Discounter Plus, die man erst umdrehen musste, um vom Etikett zu erfahren, dass sie hauptsächlich aus Schweinefleisch und nur nebensächlich aus Gemüse bestehen.

Vom Couscous-Salat, der keiner ist

Neulich habe ich im Kaufland einen vielversprechenden Couscous-Salat gekauft, bei dem es ein ähnliches Problem gab, das jedoch keineswegs als schwerwiegend betrachtet werden braucht. Seht selbst:

Zutaten für Couscous-Salat ohne Couscous

Hier hat der Hersteller Gut Wiehe wohl einfach nur keine Vorstellung davon, dass es einen Unterschied gibt zwischen Couscous und Bulgur. Da aber beide aus Hartweizen hergestellt werden, will ich gnädig ein Auge zudrücken. Lecker war es trotzdem! 🙂

Vergangenen Sonnabend raffte ich mich zu einer Mission auf, die längst überfällig war: Eine neue Brille sollte her, weil das Zeitalter der Kontaktlinsen für mich wohl langsam zu Ende gehen muss. Doch weg mit den Sentimentalitäten: Fakten sollen hier ja schließlich berichtet werden. Wenn ich schon einmal dabei bin – so dachte ich mir – lasse ich mir zusätzlich auch gleich meine erste Sonnenbrille mit Sehstärke anfertigen.

Angepeilt hatte ich eine Filiale von Apollo Optik in Dortmund Oespel, weil ich mit Fielmann auf Kriegsfuß stehe (abgelaufene Kontaktlinsen erhalten, schimpfende Mitarbeiterin beim Sehtest und zweimal meine Brille beschädigt, davon einmal beim Austausch eines Glases und einmal beim Anpassen der Bügel – ihr seht, das ist nochmal eine ganz eigene Geschichte…). Mittlerweile bin ich mir aber nicht mehr sicher, ob ich nicht vielleicht gänzlich auf „Optiker-Discounter“ verzichten sollte.

Sind bei Apollo Optik alle Kunden gleich?

Die Beratung bei Apollo Optik war – naja – ok, auch wenn ich mir mehr Einsatz vom Personal gewünscht hätte. Zeitweise stand ich schon ziemlich doof im Laden zwischen tausend Brillen rum und wusste mir nicht mehr zu helfen. Die Mitarbeiterin, die mich dann zwischendurch immer wieder kurz betreute, war ziemlich hektisch und etwas verpeilt. Bei der späteren Besprechung der Details stellte sie unter Anderem seltsame Behauptungen über Kontaktlinsen (nicht ihr Fachgebiet, wie sie noch zugab) auf, rechnete sich auf für mich nicht nachvollziehbare Weise um Kopf und Kragen und stellte immer wieder dieselben Fragen.

Völlig unangemessen fand ich, dass sie es als „großes Geschenk“ anpries, dass sie einen kostenlosen Sehtest mit mir machte. Dabei habe ich hinterher auf der Webseite des Unternehmens gelesen, dass dies beim Kauf einer neuen Brille selbstverständlich ist (was ich auch völlig angemessen finde). Noch schlimmer aber war, dass sie mich dann zu einer Anzahlung der Rechnung drängte – auch noch, nachdem ich sagte, dass mir die Zahlung der kompletten Summe bei Abholung lieber sei. Irgendwie war es eine ziemlich peinliche Sitation, ich war völlig perplex und sie war verlegen und deklarierte diese Forderung dann drucksend als Anordnung Ihrer Chefin. Da konnte ich nichts mehr sagen…

So etwas ist mir in noch keinem Brillen-Laden untergekommen, weder privat noch Kette. Zumal der Herr vor mir scheinbar ohne Anzahlung aus dem Geschäft trabte. Kennt ihr so etwas?

Beschwerde bei Apollo Optik: Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt

Ich habe heute per Kontaktformular an das Unternehmen geschrieben, weil ich mir doch ein wenig ungerecht behandelt vorkomme. Zwar habe ich keine Hoffnung, dass je eine Antwort kommt (auf der Webseite wird man direkt gewarnt, dass die Bearbeitung länger dauern könnte und man sich doch lieber an eine Filiale wenden sollte), aber ich poste es hier, sobald es News gibt. Hier das Anschreiben:

„Hallo liebes Team,

ich habe eine Frage an Sie und hoffe auf eine aufrichtige Antwort. Ich hätte gern gewusst, ob es üblich ist, dass man den Neukunden in Ihren Filialen beim Brillenkauf eine Anzahlung abverlangt. So etwas ist mir bei der Konkurrenz noch nicht untergekommen und ehrlich gesagt fühle ich mich durch diese Aktion in eine Schublade gesteckt, in die ich definitiv nicht hineingehöre.
Ich habe am Samstag zwei Brillen im Gesamtwert von zirka 400 Euro bei Ihnen gekauft und finde, dass dies keine Summe ist, bei der so ein großer Konzern direkt Angst bekommen müsste, dass er nicht an sein Geld kommt – auch wenn es sich bei der Kundin um eine junge Frau handelt.

Über eine Stellungnahme würde ich mich freuen.“

Update:

Nur einen Tag nach meinem Anschreiben rief mich ein sehr netter Herr aus dem Apollo-Kundenservice an, entschuldigte sich mehrmals für die Vorkommnisse und bestätigte mir, dass diese Vorgehensweise weder üblich noch gewünscht sei. Es sei lediglich vorgesehen, Kunden zu fragen, ob sie eine Anzahlung wünschen, nicht aber, dass sie dazu gedrängt würden. Er versprach mir, in der Filiale noch einmal Bescheid zu geben und dafür zu sorgen, dass ich bei der Abholung der Brillen eine kleine Entschädigung bekäme. Ich bin echt positiv überrascht von der schnellen Reaktion und der Freundlichkeit und warte nun gespannt auf den Tag des Wiedersehens in der Filiale.

Update II:

In der Filiale wurde kein Wort über den Vorfall verloren und mir auch keine Wiedergutmachung angeboten. Nicht dass ich es nötig hätte, aber dennoch insgesamt enttäuschend, die Aktion.

Als ich letztens wegen einer kleineren Angelegenheit mal wieder in einer Auto-Werkstatt war, fiel mir eine unangenehme Begebenheit aus dem Jahr 2009 wieder ein, über die ich mich noch heute maßlos ärgern könnte. Zugetragen hatte sich alles bei Auto-Naumann in Witten.

Ich holte meinen Wagen von der großen Inspektion ab, zahlte und fuhr heimwärts. Schon auf den ersten Metern bei noch niedriger Geschwindigkeit fiel mir ein Klackern – ein leises „tack-tack-tack“ – auf, das mich verunsicherte, weil ich es nicht zuordnen konnte. Ich machte sofort kehrt und bat den Besitzer des Autohauses um Prüfung der Angelegenheit. Der setzte sich für eine kleine Probefahrt zu mir in den Wagen, wollte aber partout nichts hören und gab mir leicht genervt das Gefühl, dass ich mir das nur einbildete. Es sei vielleicht wegen der Reifen, deren Luftdruck er habe anpassen müssen. Ich war verunsichert, entschied mich aber, dem Profi zu glauben.

Ein Fehler, für den ich mich noch heute ohrfeigen könnte. Denn nun fuhr ich ein paar Tage so herum, aber immer mit einem schlechten Gefühl, weil ich einfach merkte, dass irgendwas nicht in Ordnung war. Auch wenn mir vor der unfreundlichen Behandlung graute, entschied ich mich schließlich, noch einmal in das Autohaus zu fahren und bat meinen Freund – der das Geräusch übrigens wahrnahm, obwohl er mit den Fahrgeräuschen meines Autos auch nicht zu 100 Prozent vertraut ist, da er einen eigenen Wagen hat – mich zu unterstützen.

Das war also Pudels Kern! Die peinliche Suche im Autohaus

Dort angekommen, bestand der Besitzer absurderweise darauf, noch eine Probefahrt mit uns zu machen und da er wieder nicht hörte, ließ er sich nur widerwillig überzeugen, den Wagen mal auf die Hebebühne zu heben. Mit einem diffamierenden, fast schon nachäffenden Tonfall meldete er seinen Mechanikern noch, dass das Auto „angeblich tack-tack-tack machen würde“. Mein Freund – wohlgemerkt auch Laie – merkte an, dass das Geräusch seiner Meinung nach von vorne rechts käme, weswegen dort zuerst gesucht wurde. Und siehe da: Ein Nagel steckte im Reifen!

Traurig finde ich an dieser Sache nicht, dass der „Profi“ das Geräusch nicht hörte, denn es war tatsächlich nicht sehr laut und zudem hat jedes Modell seine ganz eigenen Fahrgeräusche. Auch kritisiere ich nicht so sehr, dass sich der Nagel überhaupt in den Reifen bohren konnte, wenn ich auch der Meinung bin, dass eine Werkstatt wegen dieser Gefahr stets auf einen besenreinen Boden achten müsste.

Katastrophal ist aber, dass dem Kunden hier kein Glauben geschenkt und sein Problem ganz offensichtlich als Fantasterei belächelt wurde. Und dass ich als weibliche Kundin erst mit männlicher Verstärkung anrücken musste, um überhaupt Gehör zu finden. Auch wenn der Reifen dann kostenlos gefixt wurde: Noch heute beschleicht mich stets ein ungutes Gefühl, wenn ich das Autohaus passiere. Meine Inspektionen lasse ich jedenfalls schon lange woanders machen. Denn: Service sieht definitiv anders aus.